Der große Tag…danach

14. Februar 2011

Vergangenen Samstag hatte ich mit meiner Band “Skyloader” einen Gig in einem Musiklokal im Münchner Umland. Auf der Gig-Bewertungsskal von 1 bis 10 - davon ausgehend, dass 10 das beste ist - würde ich ihm eine 6 plus geben. Vielleicht auch 7 minus. Diese sehr lange Aufbau- und Soundcheckphase, die dem Auftritt vorgeschaltet ist, ist irgendwie ermüdend - zuletzt ist man fix und fertig bevor man nur einen Ton gespielt hat.

Auf der Positivliste:  Das Publikum ist gut mitgegangen und hat sogar getanzt. Sowas geht dem Musiker runter wie Öl, schließlich stellt er sich nur deshalb auf die Bühne. Negativ: Ich konnte zum Teil nicht abschalten und wälzte noch während des Auftritts Kindergartenprobleme. Bei “Time after Time” dachte ich über das Für und Wider der Waldpädagogik nach, bei “Fields of Gold” über das Für und Wider von Elterninitiativen. Außerdem war ich zuvor kaum aufgeregt. Ok, ich habe inzwischen schon einige Band-Auftritte hinter mich gebracht, aber sollte ich schon SO abgebrüht sein?

Dass Muttersein und Musikmachen manchmal nicht ganz kompatibel ist, bestätigte sich dann wieder mal am nächsten Morgen um halb 7, als mich mein vierjähriger Sohn mit einem gezielten Sprung auf den Rücken aus dem Tiefschlaf holte. Vor meinem geistigen Auge erschienen Bilder aus der Vergangenheit, als man nach dem Auftritt alkoholisiert um 5 Uhr früh nach Hause kam und erst nachmittags um zwei wieder die Augen öffnete. Und heute? Fahre ich nach dem Auftritt brav mit der letzten S-Bahn nach Hause. Getrunken habe ich maximal ein Bier.

Kaufzwang

10. Januar 2010

Nach dem ganzen Endjahresstress nun mitten zwischen den Vorbereitungen für zwei Kindergeburtstage steckend, frage ich mich langsam, ob es den guten alten “Alltag” noch gibt. Ja genau: Morgens um 7 aufstehen, das Schulkind mit Frühstück und moralischer Unterstützung ausstatten, sich selbst mit etwas Make Up und einer Tasse starken Kaffees, dann das Haus verlassen, in der Gewissheit, den Stress des Kind-in-die-Krippe-bringens getrost dem Kindsvater zu überlassen. Im Büro aufschlagen zu Konferenz, Kollegentalk und Kaffeemaschine. Nachmittags die Kinder. Abends fernsehen oder lesen, ab und zu mal ins Kino.

Und zur Zeit? 

Ich habe genaugenommen am 21. Dezember angefangen, einzukaufen und seither nicht mehr aufgehört. Zunächst für Weihnachten. Als berufstätiger Mensch musste ich die Ochsentour des Geschenkekaufs aufteilen auf mehrere Tage. Ab 24. Dezember nachmittags gab es zwar eine kalendarisch verordnete viertägige Pause, aber anschließend ging´s gleich weiter: Für einen bevorstehenden Hüttenaufenthalt musste das Schulkind mit Moonboots und Hüttenschuhen ausgestattet werden, und da man gerade schon mal dabei war, bekam auch gleich das Kleinkind Moonboots. Geschenkgutscheine wurden eingelöst, zu große Anziehsachen umgetauscht. Man schleppte wieder Kaufhof-Tüten in großem Stil. Um am nächsten Tag nahtlos überzugehen zu ausgedehnten Lebensmittelkäufen, schließlich nahte Silvester und damit zwei aufeinanderfolgende Feiertage.

Es kam Samstag, der 2. Januar, der ganz im Zeichen von Geschenkeinkäufen stand, denn das Kind hatte am nächsten Tag Geburtstag.

Und jetzt?

Werde ich die vom Bundesamt für Katastrophen (oder wie heißen die?) angeordneten “Hamsterkäufen” angehen - wegen Tief “Daisy”, das uns angeblich einen Wintereinbruch beschert, der uns daran hindern wird, das Haus zu verlassen. Und, ach ja, das andere Kind hat dann auch Geburtstag - nächsten Sonntag. Ich bin nicht für die Aufweichung des Ladenschlussgesetzes. Manchmal find ich´s gut, wenn Geschäfte geschlossen sind.



Suite101

Michaeljacksonlos glücklich

15. Juli 2009

Neulich, an einem Sommerabend. Die Familie radelt nach Hause. Plötzlich tönt eine laute Männerstimme aus einem offenen Fenster: “WAAS, das sagt dir überhaupt nichts, dass Michael Jackson tot ist???”

Der Ausruf hallt nach im Kopf beim Weiterfahren, und erst so nach und nach offenbart sich seine ganze Tragweite. Sollte tatsächlich der einzige Mensch auf diesem Planeten, der nicht mitgekriegt hat, dass der `King of Pop`gestorben ist, in München-Au wohnen?

Ich stelle mir den Dialog zum Satz vor. Zum Beispiel: Mann 1: “Was is´n eigentlich mit Michael Jackson, hat der´n neues Album rausgebracht, oder warum wird heute den ganzen Abend im Fernsehen die “Dangerous”-Tour von 1993 wiederholt..?” Mann 2: “WAAS, das sagt dir überhaupt nichts… “- siehe oben. 

Oder, noch unverfänglicher: Mann 2 (studiert das Fernsehprogramm): “Hm, wieder alles voll mit Michael Jackson.” - Mann 1: “Wieso ausgerechnet Michael Jackson, was ist denn mit dem, von dem hat man ja ewig nichts…” - Mann 2: “WAAS, das sagt dir überhaupt nichts…”-siehe oben.

Oder, Variante 3: Mann 2: “Sag mal, hattest Du nicht auch damals das Album “Thriller”?” - Mann 1 (kaut Erdnüsse): “Klar, das hatte doch damals fast jeder. Ich fand Michael Jackson auch echt gut. Hab sogar schon überlegt, ob ich mir eins von seinen angekündigten London-Konzerten geben soll. Wenn man schon mal die Gelegenheit hat, Michael Jackson live zu sehen…”- Mann 2: “Haha, der war nicht schlecht!” - Mann 1: “Wieso, was ist daran komisch?” - Mann 2: “Naja, ein Toter und “live”!” - Mann 1: “Aber warum denn tot?” - Mann 2: “WAAS, das sagt Dir überhaupt nichts…”- siehe oben.

Ich bin nicht sicher, ob dieser Mensch, selbst wenn er die vergangenen Wochen bei den Inuit auf Grönland oder bei den Jakuten im fernöstlichen Sibirien verbracht hat, der Nachricht von Michael Jacksons Tod hätte entgehen können. Aber offenbar konnte er. Mensch Junge: Wo bist du bloß gewesen? Ich will dort meinen nächsten Urlaub buchen!

Ärger mit TV-Serien, Teil ?

10. Juli 2009

Nicht genug damit, dass in die aktuelle Staffel von “Dr. House” aufeinmal eine alte eingeschoben wurde (s. vorheriges Post). Jetzt wird dem Nichtsahnenden auch noch, ohne dass er irgendwas dagegen tun könnte, verraten, was ihn in der aktuellen Staffel erwartet - sollte er sie jemals zu sehen bekommen. Hämisch gebe ich weiter, was ich bei “Yahoo” las: Dr. Kutner wird Selbstmord begehen! Natürlich kann von Verrat keine Rede sein. Es wurde ja nur verlautbart, was als Serienhandlung längst existiert und nur in Deutschland noch nicht ausgestrahlt wurde.

Die Meldung war eigentlich,  dass Kal Penn, jener Schauspieler also, der in “Dr. House” den Dr. Kutner darstellt, ins PR-Team von Barack Obama wechselt. “Na, hoffentlich kommt er mit dem neuen Chef besser klar als mit dem alten,” denkt man - und verkennt dabei völlig, dass das eine Film und das andere Realität ist. Um es kurz klarzustellen: Dr. House war nicht Penns Chef, aber Obama ist es.

Dass Schauspieler treue Serienfans einfach verlassen, wenn ein verlockenderes Angebot daherkommt, ist inzwischen offenbar gang und gäbe. Die Filmfigur Dr. Kutner begeht nämlich nur deshalb Selbstmord, damit der reale Mensch Kal Penn nicht dauernd zu Dreharbeiten muss und ins Obama-Team wechseln kann. Wer keine Lust mehr hat, lässt sich aus dem Drehbuch rausschreiben - so einfach ist das. Ließ sich doch auch z.B. Schauspieler Gabriel Merz aus der Serie “SOKO Leipzig” herausschreiben, indem man die von ihm verkörperte Filmfigur Miguel sterben ließ mittels Erschossenwerden. Merz hatte damals vor, sich schauspielerisch weiterzuentwickeln und andere Angebote anzunehmen, was ihm offenbar bislang nicht so recht geglückt ist.

Es kann eben auch schiefgehen, Fans zu verlassen.

Freunde fürs Leben

19. Juni 2009

So ein Blog ist eine schöne Gelegenheit, seinem Herzen Luft zu machen - zum Beispiel, was TV-Serien angeht. Also, liebe Programmchefs: Was mir echt auf den Senkel geht, ist, wie man als  Serienrezipient oft im Regen stehen gelassen wird. Hat man nicht seine Treue und Loyalität gegenüber einer Serie immer wieder bewiesen, in guten wie in schlechten Folgen? Saß man nicht pünktlichst jeden Dienstag/Mittwoch/Freitag/Montag um 21.15/22.15 vor dem Bildschirm, um den guten alten Serienkämpen, die man mit all ihren menschlichen Schwächen und Stärken liebgewonnen hat, durch ihre Abenteuer zu folgen? Und wie wird dieses immer von neuem besiegelte Treueversprechen belohnt? Mit unangekündigten Abbrüchen mitten in der laufenden aktuellen Staffel und dramaturgischen Rissen.

Beispiel “Dr. House”: Ich würde sehr gerne wissen, warum mitten in der laufenden neuen fünften Staffel aufeinmal kommentarlos eine alte Staffel eingeschoben wurde. Was wurde aus der Liebelei zwischen Dr. House und der Klinikchefin Cuddy? Urplötzlich fand sich der arglose Serienfreund am Anfang von Staffel 2 wieder, wo House wieder mit seinem Uralt-Team unterwegs ist, diagnostische Fälle löst, die wir schon kennen und von Cuddy nichts wissen will.

Oder Beispiel “SOKO Leipzig”: Warum wurde eigentlich in der neuen Staffel mit keinem Wort erwähnt, dass Ina am Ende der vorhergehenden Staffel einen heißen Flirt mit ihrem Kollegen Patrick hatte? Dieses Ereignis wäre ja wohl doch ein paar verborgene Anspielungen oder wissende Blicke im SOKO-Leipzig-Team wert gewesen, oder? Stattdessen wurde es glatt übergangen, obwohl gerade diese Serie bekannt ist für die folgenübergreifende Fortführung dramaturgischer Handlungsbögen.

Oder Beispiel “Boston Legal”: Schade, dass wir Alan Shaw und Denny Crane offenbar zum letzten Mal gesehen haben. Geht´s irgendwann weiter? Oder nie mehr? Und wenn doch, wann? Schade, wenn Filmprotagonisten, die einem vertraut wurden wie Freunde, einfach so rausgeschmissen werden aus dem eigenen Leben. 

Oder wurde vielmehr ich rausgeschmissen aus Alan Shaws Leben? Egal. So oder so sollte man nicht in einer solchen Weise mit Freunden umspringen. Könnte sein, dass sie sich irgendwann doch mal abwenden.

The Mamas and Papas

09. Juni 2009

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Was blieb übrig vom alten Traum, ein Rock´n´Roll-Star zu werden? Nun, man wurde Vater. Oder Mutter. Alte Träume wurden verschlankt, bis fast nichts mehr von ihnen übrig war. Aber es ist noch nicht zu spät! Schau Dir Phil Collins an, Campino, Christina Aguilera, Sting oder Nena - alles Eltern, die ihre Passion nicht mit dem Argument “keine Zeit mehr” begraben haben, bloß weil sie jetzt im Elternbeirat vom Kindergarten sitzen!      

Verblüffende Marietta

30. Mai 2009

Hat eigentlich schon mal jemand Marietta Slomka gesagt, dass sie Oberkommissarin Ina Zimmermann aus SOKO Leipzig ähnlich sieht? Jeden Freitagabend um 22.15 Uhr wiederholt sich für SOKO-Leipzig-Gucker dieselbe Vision: Gerade noch hat Ina gemeinsam mit ihren Kollegen Jan, Patrick und Trautzschke einen Fall gelöst, hat streng geguckt oder mitfühlend, dann Abspann, dann Titelmelodie heute-journal, die Einstiegstotale aufs Studio, und ins Bild kommt - Ina. Oder eigentlich Marietta, die aber exakt aussieht wie Ina. Selbe Haarfarbe, selber Haarschnitt, selber Erzieherinnen-Blick. Verblüffend!

Der Looser-Schuh

10. Mai 2009

 

Die ollen Treter von gestern sind heute wieder an jedem Fuß.

Wir waren jetzt mal in der glücklichen Situation, dem 12-jährigen Nachwuchs die Mechanismen der Modebranche verdeutlichen zu können. Und zwar anhand der Turnschuhmarke “Converse”, nach der sich der Nachwuchs seit Wochen verzehrte (neben wöchentlich wechselnden Haustiersorten wie Schildkröte, Fisch, Katze, Hund, Hamster, Kaninchen, einem Haus mit Garten, und morgen beginnenden, 6 Monate andauernden Sommerferien). Der Familienvater hatte nämlich im Keller seine alten “Converse” aus den 80ern gefunden. Etwas abgeschubbert im Mittelstück, das Rot bereits verblasst, aber unverkennbar gleich im Design. “Siehst Du,” sagten wir an den Nachwuchs gewandt, “damals gab´s die auch schon. Mit dem kleinen Unterschied, dass die damals völlig uncool waren, weil niemand Turnschuhe aus Stoff wollte!”  

Wir erhofften uns damit den ultimativen Aha-Effekt beim heranwachsenden Konsumenten, ein finales Verständnis über die Funktionsweise der Modeindustrie, die uns permanent den Aufguss des Alten, Angestaubten als neues zeitgeistiges Must-have verkauft. - Der Nachwuchs lächelte höflich und bedachte uns mit einem mitleidigen Blick. “Echt, Du musstest damals Turnschuhe tragen, die keiner wollte?” Also das hatte die pädagogisch motivierten Aktion zur Folge: Mitleid mit uns - wie so oft.  

Das ist aber mehr, als man von Pubertierenden erwarten darf. Denkbar gewesen wäre auch boshafte Häme, im Sinne von “Meine Eltern waren eben schon damals uncool,” oder irgendsowas, und so bösartig fiel die Reaktion gottseidank nicht aus. Gleich am nächsten Tag gingen wir los und kauften dem Nachwuchs zur Belohnung rote “Converse”-Turnschuhe.

5 Gründe, warum Zeitungsredakteure nicht bloggen können

08. Mai 2009

In die Irre geführt! Ehrlich gesagt habe ich nämlich gar nicht vor, hier 5 Gründe aufzuzählen, warum Zeitungsredakteure nicht bloggen können. Abgesehen davon muss der Beweis dafür erst noch erbracht werden. Ich wollte lediglich eine Überschrift wählen, die nach den Regeln der Blogschule arbeitet. Diesen Regeln zufolge soll man Überschriften am besten immer nach dem Muster “X Gründe, warum…..” oder “How to….” beginnen. Schon mal ein Beispiel, wie sich Blogschreiben und die reine journalistische Lehre widersprechen können.  

Inwieweit Journalisten wirklich netz-tauglich sind, Zeitungen online-kompatibel, oder schlicht und einfach “Wozu Zeitung” überhaupt noch gut ist, wird im heutigen SZ-Magazin ausführlich behandelt. 

Und da das Thema weit übers rein kulturpessimistische Gejammere hinausreicht, weil ein ganzer Berufsstand von der Frage abhängig ist, ob seine Arbeit künftig kostenlos im Netz konsumiert werden kann und er demzufolge überflüssig wird, steht gleich das gesamte Heft unter diesem Motto.( Auch Stefan Niggemeier stürzt sich verbal in seinem Blog auf das SZ-Magazin.)

Kurz gesagt: Die Frage, welchen Weg die Tageszeitung angesichts des Internets einschlagen soll, löst natürlich auch das SZ-Magazin nicht umfassend. Aber klar, man muss drüber reden. Und das SZ-Magazin redet darüber, zumindest macht die Redaktion den gutgemeinten Versuch, sich in die Diskussion einzuklinken, die im Netz schon lange tobt. Sie wird allerdings noch eine Zeit lang anhalten.

Mama geht arbeiten

28. April 2009

Wie Jürgen Klinsmann stehe ich gerade an einem Wendepunkt. Nur, dass er aufhört, während ich anfange. Womit? Mit Arbeiten. Aber das ist schon mal die verkehrte Diktion. Schließlich ist es nicht so, dass ich die vergangenen zwei Jahre nicht gearbeitet hätte. Häufig habe ich die Art der Arbeit, die ich da tat, als weit anstrengender als einen Bürojob empfunden. Von wegen Erziehungs”pause”! 

Aber ab demnächst bin ich wieder das, was man gemeinhin “berufstätig” nennt. Das heißt, ich gehe zu einer bestimmten Uhrzeit in ein Büro, trage dort ein paar Stunden zum Bruttosozialprodukt bei, und gehe zu einer zuvor mit meinem Arbeitgeber abgestimmten Uhrzeit wieder. Urlaub muss ich wieder beantragen, es gibt wieder das Gerangel um das Vorrecht, ihn in den Schulferien zu nehmen (als ob das ein Recht wäre - es ist eine Crux, wie all diejenigen wissen, die sich Jahr für Jahr Anfang August mit tausenden anderen Mit-Lemmingen auf der Autobahn stauen). 

Ich bin all das einfach nicht mehr gewöhnt. Deshalb knüpfen sich an diesen Berufstätigen-Zustand Hoffnungen wie Ängste. Angst, dass vieles nur mit einem immensen Organisationsaufwand gemanagt werden kann, Stichwort: Kind wird krank (ein gar nicht so seltenes Phänomen). Bedenken, dass man  in der Leistungsgesellschaft ein bisschen aus dem Tritt gekommen ist. Hoffnungen auf nette Kollegen und neue Impulse.

Generalstabsmäßig wurden von mir bereits die morgendlichen Abläufe geplant. Seit Wochen wird der Lebensgefährte psychologisch darauf vorbereitet, dass er morgens eine halbe Stunde früher aufstehen muss, um das Kind in die Kinderkrippe zu bringen. Es gibt Leute, die dazu neigen, den Ernst der Lage zu verkennen - er gehört, glaube ich, dazu. Klar, kein Problem, meint er in nicht totzukriegendem Optimismus. Ich beäuge ihn prüfend und frage mich, ob er sich der ganzen Tragweite des Problems wohl bewusst ist. Vielleicht nicht. Aber vielleicht ist es ja auch, alles in allem, kein so großes Problem. Das beste wird sein, es auszuprobieren.